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2 Mitarbeiterinnen im Büro halten sich Smileys vors Gesicht: Gutes Betriebsklima und schlechtes Betriebsklima.

Wissen: Betriebsklima

Wie Sie ein produktives Miteinander schaffen können
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Das Wichtigste im Überblick:

  • „Betriebsklima“ bezieht sich auf die Art und Weise, wie Beschäftigte die Zusammenarbeit, soziale Interaktionen und die gesamte Situation im Unternehmen empfinden.
  • Das Betriebsklima wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Bezahlung, Arbeitszeiten, wertschätzendes Miteinander und Führungskräfteverhalten.
  • Ein positives Betriebsklima führt zu Mitarbeiterzufriedenheit, geringerer Fluktuation, niedrigerem Krankenstand und höherer Produktivität.
  • Zur Messung des Betriebsklimas eignen sich Mitarbeiterbefragungen.

 

Definition: Was ist mit Betriebsklima genau gemeint?

 

Wenn von Betriebsklima oder auch Unternehmensklima die Rede ist, wird es häufig als gut oder schlecht beschrieben. Diese wertende Charakterisierung ist ein Hinweis darauf, dass das Betriebsklima ein subjektives Erleben beinhaltet, und zwar das der Beschäftigten eines Unternehmens.

Mitarbeiter feiern ein gutes Betriebsklima.

Das Betriebsklima ist dabei nicht ein einzelner greifbarer Aspekt, sondern dieses setzt sich aus vielen verschiedenen erlebbaren Elementen zusammen: konkret geht es beim Betriebsklima darum, wie die Zusammenarbeit, die Qualität der sozialen Interaktionen sowie die gesamte Situation eines Unternehmens von den dort beschäftigten Personen wahrgenommen wird.

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In einem Unternehmen mit gutem Betriebsklima sind die Mitarbeitenden beispielsweise motiviert und fühlen sich von der Unternehmensführung wertgeschätzt. Schlechtes Betriebsklima lässt sich hingegen an Faktoren wie angespannter Stimmung und wenig Motivation erkennen – ein Extrembeispiel für ein schlechtes Betriebsklima wäre Mobbing. Wichtige Indikatoren, die das Betriebsklima positiv prägen, sind beispielsweise hohe Mitarbeiterzufriedenheit und Loyalität, negativ wiederum zeigen sich geringe Produktivität, häufige Fehlzeiten oder hohe Mitarbeiterfluktuation. Derartige Tendenzen sind jedoch immer nur ein erster Hinweis; sie ersetzen keine tiefergehenden Analysen, da sie nichts über etwaige Ursachen für das jeweilige Betriebsklima aussagen.

 

Übrigens: Der Begriff Arbeitsklima wird häufig bedeutungsgleich zu dem des Betriebsklimas verwendet, streng genommen ist er jedoch etwas enger gefasst. Als Unterbegriff zum Betriebsklima bezieht sich Arbeitsklima insbesondere auf den konkreten Arbeitsplatz eines einzelnen Mitarbeitenden und dessen Einflussbereich.

Per Befragung das Betriebsklima evaluieren

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Darum lohnt sich ein gutes Betriebsklima

 

Ein angenehmes Betriebsklima bringt neben der bereits angesprochenen Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeitenden viele weitere Vorteile mit sich, zum Beispiel geringe Fluktuation, niedrigen Krankenstand oder starkes Employer Branding, sowie eine höhere Weiterempfehlungsbereitschaft. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel kann die Bindung der Mitarbeitenden an ein Unternehmen gar nicht hoch genug geschätzt werden: Motivierte und zufriedene Mitarbeitende sind eine immer wichtigere Ressource, um im (internationalen) Wettbewerb zu bestehen.

 

Maßnahmen für ein gutes Betriebsklima sorgen nicht nur für gute Stimmung, sondern schlagen sich in aller Regel auch in den Zahlen nieder, da sich dadurch niedrigere Kosten bei gleichzeitig höherer Produktivität erreichen lassen. Unternehmen mit zufriedenen Mitarbeitenden sind erwiesenermaßen erfolgreicher als andere. So hat eine Studie ergeben, dass Vertrauenskultur gar als ökonomischer Wettbewerbsvorteil angesichts zunehmender Digitalisierung punkten kann.

Durch das angenehme Betriebsklima lächelt eine Frau bei ihrer Präsentation.

 

Einflussfaktoren auf das Betriebsklima

 

Es gibt viele Bereiche, die sich auf das Betriebsklima auswirken können. Üblicherweise gibt nicht ein einzelner Faktor den Ausschlag für eine positive oder eine negative Einschätzung, sondern das Zusammenspiel mehrerer Aspekte ist entscheidend.

 

Häufig gibt es gute Gründe für gemischte Bewertungen des Betriebsklimas innerhalb eines Unternehmens, da sowohl ein ausschließlich gutes als auch ein ausschließlich schlechtes Betriebsklima die Ausnahme darstellen. Die persönlichen Präferenzen spielen hierbei eine entscheidende Rolle, also beispielsweise wie wichtig einer angestellten Person ein bestimmter Aspekt ist oder wie sie im Rahmen ihrer Position mit der unternehmensspezifischen Situation harmoniert.

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Die folgenden Themen gelten generell als wichtige Einflussfaktoren für das Betriebsklima:

  • Bezahlung: Wird diese von den Beschäftigten als angemessen und fair empfunden? Gibt es Sozialleistungen oder Vergünstigungen?
  • Arbeitszeiten: Sind die Arbeitszeiten klar geregelt? Werden sie, beispielsweise im Falle von Schichtdienst, als gerecht empfunden?
  • Wertschätzendes Miteinander: Wie ist der Kommunikationsstil im Unternehmen? Werden Mitarbeitende frühzeitig und offen über etwaige Veränderungen informiert?
  • Führungskräfteverhalten: Fühlen sich die Mitarbeitenden durch die Führungskräfte unterstützt und gefördert?
  • Karrieremöglichkeiten: Gibt es Aufstiegschancen? Werden neue Führungskräfte professionell unterstützt und geschult?

Diese Liste und die enthaltenen Fragen sind nur beispielhaft zu verstehen – je nach Unternehmensgröße, -organisation oder der spezifischen Branche machen weitere Aspekte Sinn. So haben zum Beispiel detaillierte Fragen nach der Arbeitssicherheit bei Chemie-Unternehmen entsprechend hohe Relevanz, während in einem Krankenhaus womöglich die allgemeine Arbeitslast eine größere Rolle für das Betriebsklima spielt.

 

 

Wie lässt sich das Betriebsklima messen?

 

Nun wollen wir auf den Punkt kommen: Wie lässt sich konkret herausfinden, ob das Betriebsklima in einem Unternehmen eher gut oder eher schlecht ist?

 

Wir empfehlen hierzu das Durchführen einer Mitarbeiterbefragung. Bei einer Mitarbeiterbefragung werden alle Mitarbeitenden nach ihrer Zufriedenheit in verschiedenen Bereichen gefragt – die oben genannten Einflussfaktoren können als erste Anregung dafür verstanden werden. Durch die anonym erhobenen Meinungen entsteht eine wertvolle Datenbasis, wie die Mitarbeitenden das Betriebsklima des Unternehmens beurteilen.

 

Länderübergreifend aufgestellte Unternehmen führen hierzu häufig internationale Mitarbeiterbefragungen durch. Diese funktionieren vom Prinzip her ähnlich wie nationale Befragungen zum Betriebsklima, aber haben ein paar Besonderheiten, die beispielsweise den kulturellen Eigenheiten Rechnung tragen oder die Mehrsprachigkeit einbeziehen. Es kann natürlich sein, dass das Betriebsklima an verschiedenen Standorten unterschiedlich geprägt ist, dementsprechend lohnt hier eine länder- oder standortbasierte Auswertung der Ergebnisse.

Internationale Mitarbeiterbefragung mit Rogator

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Herausforderungen bei der Messung des Betriebsklimas

 

Gerade bei einem potenziell schlechten Betriebsklima scheuen viele Unternehmen davor zurück, eine Mitarbeiterbefragung zu initiieren, weil sie negative Ergebnisse befürchten. Missstände bestehen aber selbstverständlich weiter, insbesondere wenn man sich diesen nicht aktiv stellt – und ebenso spürbar bleiben deren negative Auswirkungen. Dementsprechend lohnt es sich stets, das Betriebsklima zu evaluieren, da die meisten befragten Personen es schätzen, ausführlich nach ihren Meinungen und Bedürfnissen befragt zu werden. Insofern kann eine Umfrage bereits den ersten Schritt zu einer möglichen Verbesserung des Betriebsklimas darstellen.

Eine Frau füllt einen Fragebogen zum Betriebsklima aus.

Es gilt zudem, die passende Art der Befragung zu wählen: Eine klassische Mitarbeiterbefragung ist üblicherweise recht umfassend und dementsprechend umfangreich – sowohl in der Vor- und Nachbereitung als auch bei der Beantwortung der Fragen. Gerade wenn unklar ist, welche Stellen etwaige Verbesserungen benötigen, ist diese Art der Umfrage jedoch der Königsweg. Sie bietet einen datenbasierten Gesamtüberblick zum Status Quo des Betriebsklimas und zeigt womöglich auch Handlungsfelder auf, die bisher nicht im Fokus waren.

 

Wenn es schnell gehen soll, zum Beispiel weil das Unternehmen mitten in einem Change Management Prozess steckt, gibt es auch die Möglichkeit der Puls-Befragung. Diese Umfrage holt nur zu einem bestimmten Aspekt des Betriebsklimas Informationen ein und ist daher schneller zu beantworten und schneller auszuwerten als eine klassische Mitarbeiterbefragung. Dies ist insbesondere empfehlenswert, wenn bereits klar ist, in welchem Bereich es aktuelle Herausforderungen gibt bzw. geben könnte.

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Eine weitere Herausforderung besteht darin, die passenden Fragen zu finden, um möglichst aussagekräftige Antworten zu erhalten. Ein (Online-)Fragebogen, der ausreichend Platz für eigens formulierte Punkte in Freitext-Feldern bietet, kann zumindest in Teilen Abhilfe schaffen. Keinesfalls sollte die Umfrage allzu umfangreich sein, da sie sonst womöglich eine hohe Abbruchquote hat. Kurzum: Eine sorgfältige Vorbereitung der Befragung zum Betriebsklima insbesondere hinsichtlich der Themen- und Fragenauswahl lohnt sich.

 

Im Falle negativer Ergebnisse kann auch die Kommunikation der Umfrageauswertung eine Herausforderung darstellen. Trotzdem gilt, dass Mitarbeitende ehrliche Informationen zur Umfrage zum Betriebsklima zu schätzen wissen. Wie oben bereits angesprochen, kann sich hier auch eine professionelle Begleitung durch Externe lohnen.

 

Betriebsklima verbessern: Best-Practice Tipps

 

Um ein gutes Betriebsklima zu schaffen, ist es sinnvoll, die konkreten Verbesserungsmaßnahmen auf Basis der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung zu konzipieren. Das Feedback der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet eine wertvolle Ausgangslage, um sicherzustellen, dass Handlungen tatsächlich im Sinne der Unternehmensmitglieder erfolgen. Denn was in dem einen Unternehmen eine Erfolgsgeschichte ist, ist nicht zwangsläufig im nächsten Unternehmen ebenfalls eine willkommene Veränderung.

 

Ein lachender Mann am Arbeitsplatz mit

Besonders erfolgversprechend ist es, wenn das Management eines Unternehmens die Auswertung und insbesondere die Verbesserungsmaßnahmen nicht im Alleingang durchführt, sondern die Mitarbeitenden einbezieht. Die Entscheidung, die Belegschaft in Veränderungsprozesse aktiv einzubinden, hat zwei Effekte: Zum einen bewirkt sie, dass die erdachten Ideen und Maßnahmen zur Stärkung des Betriebsklimas tatsächlich den Bedürfnissen der Mitarbeitenden entsprechen. Zum anderen stärkt die Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten und der Führungsebene im Rahmen eines solchen Projekts die allgemeine Motivation Ihrer Mitarbeitenden, weil diese sich und ihre Meinung wertgeschätzt fühlen.

 

Die Grundlage für diesen sogenannten kooperativen Führungsstil ist eine Vertrauensbasis zwischen den Beschäftigten und dem Management. Wenn die Befragungsergebnisse vermuten lassen, dass es hier möglicherweise Reibungspunkte gibt, kann eventuell eine professionelle Begleitung in Form eines spezialisierten Coachings helfen.

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Die bereits genannte Kommunikation der Ergebnisse ist allgemein ein wichtiger Faktor für den nachhaltigen Erfolg zur Verbesserung des Betriebsklimas. Durch die Teilnahme an der Befragung sind die meisten Beschäftigten daran interessiert, was diese bewirkt, denn der Gedanke, durch seine Anregungen und Gedanken etwas zum Positiven verändern zu können, wirkt auf viele Mitarbeitende geradezu elektrisierend.

 

Eine langfristige Verbesserung des Betriebsklimas wird erreicht, indem die getätigten Maßnahmen regelmäßig überprüft werden. Konkret geht es zum einen darum herauszufinden, ob die Veränderungen überhaupt den gewünschten Effekt hatten. Zum anderen ist es möglich, dass sich aufgrund struktureller oder personeller Entwicklungen neuer Handlungsbedarf in einem neuen Themengebiet ergibt. Für beide Effekte empfehlen wir Nachfolge- bzw. Wiederholungs-Befragungen in regelmäßigen Abständen. So ist eine durchgängige Begleitung des Betriebsklimas möglich – und eine frühzeitige Reaktion, falls es sich in eine unerwünschte Richtung entwickeln sollte.

Viele Tipps zum Betriebsklima beziehen sich darauf, wie Mitarbeitende dieses selbst beeinflussen können, beispielsweise durch respektvolle Kommunikation, regelmäßigen informellen Austausch oder konstruktiven Umgang mit Kritik. Bis zu einem gewissen Grad können Mitarbeitende durchaus durch die Schaffung eines positiven Arbeitsklimas zu einem angenehmen Betriebsklima beitragen. Trotzdem liegt es in der Verantwortung der Unternehmensführung, die strukturellen Voraussetzungen für ein gutes Betriebsklima zu schaffen. Aufgrund des so viel umfassenderen Wirkungskreises, wie ihn einzelne Mitarbeitende selten haben bzw. überhaupt haben können, sind bei Maßnahmen von Seiten des Managements besonders starke Effekte und insbesondere eine nachhaltige Wirkung möglich. Ein gutes Betriebsklima ist insofern nicht nur, aber auch und vor allem Chefsache.

 

 

 

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Hand malt Grafik zu Betriebsklima

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Stellen Sie sich solche Fragen auch? Dann sollten Sie sie Ihren Mitarbeitenden stellen. Rogator hilft Ihnen dabei.

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Anna Eder

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