Der ENPS ist in der Theorie leicht verständlich, doch für die praktische Umsetzung braucht es ein durchdachtes Vorgehen. Die Messung erfolgt über eine standardisierte Befragung, die einfach aufgebaut ist. Sie ermöglicht, die Stimmung der Mitarbeitenden zuverlässig zu erfassen. In der Regel geschieht dies online, anonym und in regelmäßigen Abständen.
Die ENPS-Frage
Kern der Erhebung ist die standardisierte Weiterempfehlungsfrage:
„Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen würden?“
Mitarbeitende antworten auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 „sehr unwahrscheinlich“ und 10 „sehr wahrscheinlich“ bedeutet. Die Frage wird bewusst für sich gestellt, damit die Befragung kompakt, leicht verständlich und vergleichbar bleibt.
Diese Einfachheit bringt Vorteile mit sich, wie zum Beispiel die geringe Belastung der Mitarbeitenden, eine hohe Vergleichbarkeit über Teams, Abteilungen oder Zeiträume und eine schnelle Auswertung.
Tipp: Optional können offene Folgefragen gestellt werden, um die Bewertung zu begründen und die Ergebnisse zu kontextualisieren. Das Beantworten dieser offenen Fragen sollte stets freiwillig sein.
Promotoren, Passive und Detraktoren
Die Antworten werden anschließend in drei Gruppen unterteilt:
- Promotoren (9-10 Punkte): Engagierte und loyale Mitarbeitende, die das Unternehmen aktiv weiterempfehlen.
- Passive (7-8 Punkte): Zufriedene, aber nicht besonders engagierte Mitarbeitende. Sie wirken neutral auf den ENPS.
- Detraktoren (0-6 Punkte): Kritische Mitarbeitende, die das Unternehmen möglicherweise negativ beurteilen oder nicht weiterempfehlen.
Die Differenz zwischen Promotoren und Detraktoren bildet den ENPS. Der Mittelwert der Skala wird nicht verwendet, da die Gruppendifferenz aussagekräftiger ist. Eine hohe Zahl an Passiven kann die Aussagekraft leicht verzerren.
Wichtig zu wissen: Trends über die Zeit oder interne Benchmarks liefern ein präziseres Bild als einzelne Messpunkte.