Kundenpanel – Planung, Chancen und Herausforderungen

02.02.2018
Kundenpanel

Ein eigenes Kundenpanel bzw. Expertenpanel hat viele Vorteile für seine Nutzer. Ein Online-Access-Panel ist eine zuverlässige, unabhängige Quelle, welche den Ansprüchen der Marktforschung in jeder Beziehung entspricht und relevante Antworten innerhalb kürzester Zeit liefert. Die Teilnehmer eines solchen Kundenpanels haben sich bei der Registrierung dazu bereit erklärt, wiederholt an Online-Studien teilzunehmen und leisten somit einen wichtigen Beitrag für interne und externe Unternehmensentscheidungen.

 

Schritt für Schritt zum eigenen Kundenpanel

 

Zu Beginn müssen einige wichtige formelle Aspekte geklärt werden, bevor es an die Umsetzung für die Gestaltung der Panelseite und die Ausformulierung der Paneltexte geht. Genauer gesagt muss zuvor bestimmt werden, ob das Panel ein Eigenleben und somit auch einen Markennamen oder eine rein technische Funktion hat. Die Namensgebung ist dabei der Knackpunkt, um überhaupt an die weiteren Schritte wie Verfügbarkeit des Namens, Domainreservierung, Zertifizierung und Verschlüsselung der Seite zu denken. Der Name eines Panels muss gut überlegt sein. Mit diesem Namen werden später Ergebnisse kommuniziert, Marketingstrategien entwickelt und Panelteilnehmer rekrutiert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die Ausrichtung bzw. die Zielgruppe des Panels:

 

Handelt es sich bei dem Panel um ein reines Kunden- bzw. Expertenpanel oder etwa ein zielgruppenrepräsentatives Online-Panel?

 

Die Entscheidung liegt hier ganz bei Ihnen. Je nachdem in welche Richtung die späteren Analysen und Auswertungen gehen sollen, beraten wir Sie entsprechend Ihren Anforderungen an das Panel. Ist die Zielgruppe dann festgelegt, so ist die nächste Überlegung:

 

Welche Stammdaten sollen im Panel zur Stichprobenziehung verfügbar sein?

 

In diesem Fall gilt das alte Sprichwort „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Im ersten Gedanken klingen viele Merkmale, viele Informationen und viele Daten von den Panel-Teilnehmern sehr vielversprechend. Bezieht man nun im zweiten Gedanken auch die Stichprobenziehung mit ein, so stellt man fest, dass eigentlich nur wenige soziodemographische Merkmale für diese relevant sind. Alle weiteren Angaben sind zwar „nice to have“, aber für den ursprünglichen Zweck, der Stichprobenziehung, nicht zwingend notwendig. Diese können bei Bedarf auch jederzeit in einer Befragung erhoben werden.

 

 

Welche Form der Incentivierung ist vorgesehen?

 

 

Für das Punktesystem gibt es auch unterschiedliche Herangehensweisen. Viele Panelanbieter bieten zwei Optionen zur Auswahl. Die üblichen Prämienmodelle sind hierbei Gutscheine, Spenden an caritative Einrichtungen, monetäre Vergütungen oder Verlosungen. Das Incentivemanagement muss im Vorfeld gut überlegt sein, da hier rechtliche und formale Faktoren bedacht werden müssen.

 

Festlegung von Panelbedingungen, Teilnahmeregeln und Datenschutzerklärungen

 

 

Ein Panelbetreiber muss klare Bedingungen und Regeln für das Panel vorgeben. Beispielsweise muss geklärt sein, warum die Daten erhoben und wozu diese verwendet werden. Auch, wer diese Daten zur Analyse und Auswertung erhält und in welcher Form, muss dem Panelisten in den Panelbedingungen dargelegt werden. Das Thema Jugendschutz und Mindestalter bei Panels spielt dabei ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Hierfür werden laufend Qualitätskontrollen durchgeführt, um Personen, die sich unrechtmäßig in einem Panel registriert haben, wieder zu entfernen. Die Panelverwaltung und –pflege sind bei der Betreuung eins Panels das A und O.

 

 

Wie hoch ist der Zeitaufwand, um ein eigenes Kundenpanel aufzusetzen?

 

 

Für das Aufsetzen eines Panels gibt es keinen standardisierten Zeitplan, welcher sich auf andere Panels übertragen lässt. Das Timing für das Aufsetzen eines Panels richtet sich voll und ganz nach Ihren Wünschen und den damit verbundenen Anforderungen.

 

 

Chancen und Herausforderungen eines eigenen Kundenpanels

 

 

Ein eigenes Kundenpanel birgt viele Chancen, stellt die Panelverwalter jedoch auch vor gewisse Herausforderungen.

 

Chancen:

 

  • Kostenersparnis gegenüber der Beauftragung von Panel-Dienstleistern
  • Schnellere Reaktionszeiten und Forschungszyklen
  • Prinzipielle Einwilligung der Teilnehmer, dadurch hohe Rücklaufquoten
  • Verfügbarkeit der relevanten Teilnehmermerkmale und damit genauere Stichprobenauswahl
  • Förderung der Kundenbindung/ Einbindung des Kunden bei Entscheidungen
  • Direktes Feedback vom Kunden
  • Hohe Flexibilität

 

Herausforderungen:

 

  • Stetige Aktualisierung / Überprüfung der Daten (Panelpflege)
  • Qualitätssicherung
  • Panelmortalität
  • Paneleffekte
  • Personeller und finanzieller Aufwand
  • Wahrung der Repräsentativität

 

 

Fazit: Ein eigenes Kundenpanel kann sich lohnen

 

Ein eigenes Kundenpanel ist definitiv eine Überlegung wert. Wichtig ist, dass der Aufbau und die Bedingungen gut durchdacht werden und lückenlos festgehalten werden, um einen Erfolg zu gewährleisten.

 

Was Sie beim Aufbau eines eigenen Kundenpanels beachten sollten, haben wir für Sie in einer praktischen Checkliste zusammengeschrieben. Hier geht´s zur Checkliste „Panelaufbau“

 

 

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