Zur Quantifizierung und Interpretation des Zusammenhangs dient der sogenannte Korrelationskoeffizient. Er liegt zwischen –1 und +1 und beschreibt zum einen die Richtung des Zusammenhangs:
- Eine positive Korrelation (r geht gegen +1) bedeutet, dass beide Variablen gemeinsam steigen.
Beispiel: Ein Kioskbesitzer kann beobachten, dass die Anzahl der verkauften Erfrischungsgetränke mit Anstieg der Temperaturen ebenfalls nach oben geht.
- Eine negative Korrelation (r geht gegen -1) bedeutet, dass eine Variable steigt, während die andere sinkt.
Beispiel: Der Kiosk wird wahrscheinlich umso weniger Glühwein verkaufen, je höher die Temperaturen steigen.
- Eine Nullkorrelation (r=0) zeigt, dass kein linearer Zusammenhang besteht.
Beispiel: Der Kioskbesitzer wird kaum einen relevanten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Konsonanten in den Vornamen seiner Kundinnen und Kunden und deren Getränkekonsum feststellen können.

Zum anderen zeigt der Korrelationskoeffizient auch die Stärke des Zusammenhangs. Nach der Einteilung von Jacob Cohen deuten Werte nahe –1 oder +1 auf einen starken Zusammenhang hin, Werte um ±0,5 auf einen moderaten und Werte nahe 0 auf einen schwachen oder kaum vorhandenen Zusammenhang. Diese Einteilung ist jedoch eine Faustregel; der Kontext der Daten sollte stets berücksichtigt werden
Wichtig ist zudem, die statistische Signifikanz zu prüfen. Sie zeigt an, wie wahrscheinlich es ist, dass der beobachtete Zusammenhang zufällig zustande kam. Dies geschieht typischerweise über Hypothesentests und p-Werte. Ein p-Wert unter 0,05 deutet darauf hin, dass der Zusammenhang wahrscheinlich nicht zufällig ist und die Beziehung zwischen den Variablen als zuverlässig gelten kann.