Fragebogen erstellen – Tipps und Tricks

20.01.2015

Fragebogen erstellen – aber richtig

 

Sie möchten eine Befragung durchführen, um die Bedürfnisse Ihrer Kunden oder Ihrer Mitarbeiter besser zu verstehen, und wollen dafür einen Fragebogen erstellen? Folgende Profi-Tipps helfen Ihnen beim Fragebogen erstellen, egal ob Sie diesen für eine Mitarbeiterbefragung, eine Kundenbefragung oder eine Websitebefragung konzipieren möchten und unabhängig davon, ob der Fragebogen online oder schriftlich ausgefüllt werden soll.

 

 

1. Erstellen Sie Ihren Fragebogen zielorientiert

 

Eine Umfrage ist niemals Selbstzweck, sondern Marktforschung. Bevor Sie mit der Fragebogenerstellung beginnen, überlegen Sie sich, welches Ergebnis Sie erreichen wollen. Halten Sie die Ziele schriftlich fest. Meist ist es sinnvoll, der quantitativen Befragung eine qualitative Befragung voranzustellen. Sprechen Sie beispielsweise vor einer Mitarbeiterbefragung persönlich mit Ihren Kollegen. Oft sind an der Fragebogenerstellung verschiedene Führungskräfte und Mitarbeiter beteiligt, die unterschiedliche Anforderungen an den Fragebogen stellen. Alle wollen ihre Wunschfragen einbringen. Damit der Fragebogen seinen Zweck erfüllt und seinen roten Faden behält, sollten Sie unbedingt alle Fragen auf ihre Zielerfüllung hin überprüfen.

 

2. Geben Sie dem Fragebogen eine Dramaturgie

 

Stellen Sie sich bei der Entwicklung des Fragebogens vor, Sie würden ein Gespräch mit dem Befragungsteilnehmer führen. Wecken Sie mit einem Begrüßungstext, in welchem Sie das Thema und den Nutzen der Befragung erklären, das Interesse Ihres Gegenübers und beginnen Sie mit einfachen Fragen. Stellen Sie diese nicht durcheinander, sondern in zusammenhängenden Themenblöcken. Als abschließende Frage wird gerne eine offene Frage verwendet, denn das Wichtigste an einer guten Unterhaltung ist bekanntlich das Zuhören. Zuhören können Sie im Rahmen einer Paper-Pencil-Befragung und Online-Befragung mit einem offenen Textfeld, in dem der Umfrageteilnehmer seine Anregungen zum Ausdruck bringen kann. Zu guter Letzt denken Sie bitte immer daran, sich am Ende des Fragebogens zu bedanken.

 

 

3. Sorgen Sie für die maximale Verständlichkeit Ihres Fragebogens

 

Beim Fragebogen erstellen hilft es sehr, sich in den Umfrageteilnehmer hineinzuversetzen. Überlegen Sie sich, von welchem Wissensstand der Zielgruppe Sie ausgehen können. Formulieren Sie die Fragen kurz, klar und eindeutig. Verzichten Sie auf doppelte Verneinungen, Abkürzungen sowie unbekannte Wörter und erklären Sie die verwendeten Fachbegriffe. So stellen Sie sicher, dass jeder die Fragen versteht. Andernfalls riskieren Sie, dass einige Teilnehmer die Fragen aufgrund eines Missverständnisses falsch beantworten und damit das Ergebnis verfälschen oder sogar die Beantwortung abbrechen. Beim Einsatz von Skalen sollten diese so gewählt werden, dass sie selbsterklärend sind und keinen gewohnten Assoziationen, wie dem Schulnotensystem, widersprechen.

 

 

4. Testen Sie Ihren Fragebogen

 

Die Verständlichkeit der Fragen und verwendeten Skalen können Sie durch einen Vorabtest, den sogenannten Pretest, überprüfen. Lassen Sie dazu den erstellten Fragebogen von einigen Mitgliedern Ihrer Zielgruppe ausfüllen. Je komplexer die Befragung, desto notwendiger ist ein solcher Test. Oftmals lohnt es sich sogar, mehrere Änderungen und Vorabtests durchzuführen, denn so wird die Datenbasis um ein Vielfaches verbessert. Bei einer Online-Befragung vermeiden Sie mit Hilfe eines Pretests zudem etwaige Programmierfehler. Idealerweise überprüfen Sie darüber hinaus die im Testdurchlauf gewonnenen Ergebnisse auf Ihre Analysierbarkeit. Helfen die Daten tatsächlich, die eingangs definierten Forschungsfragen zu beantworten?

 

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