Mit dem Customer Effort Score den Kundenaufwand messen. Ein Man hält eine Kreditkarte in der Hand, während er online etwas bestellt.

Customer Effort Score (CES):

Definition, Berechnung und Anwendung in der Marktforschung

  • Was ist der Customer Effort Score (CES)?
  • Wie lässt sich der Customer Effort Score berechnen?
  • Wie wird der Customer Effort Score interpretiert?

 

Lesezeit: 12 Minuten | Verfasst von: Philipp Scholz

Einleitung

Kunden und Kundinnen wünschen sich vor allem eines: einfache und reibungslose Interaktionen mit den Unternehmen, mit denen sie zu tun haben. Müssen sie sich durch komplizierte Prozesse kämpfen, mehrfach nachfragen oder lange auf eine Lösung warten, führt das schnell zu Frustration und zu einem insgesamt schlechteren Kundenerlebnis. Damit Unternehmen diesen wahrgenommenen Aufwand erfassen können, braucht es eine geeignete Kennzahl. Genau hier setzt der Customer Effort Score (CES) an.

In diesem Artikel erfahren Sie, was sich hinter dem Customer Effort Score verbirgt, wie er erhoben und berechnet wird, welche Werte als gut oder kritisch gelten und wie sich die Kennzahl von verwandten Kennzahlen wie dem Net Promoter Score (NPS®) und CSAT unterscheidet. Darüber hinaus geben wir praxisnahe Tipps, wie Sie den Customer Effort Score in Ihrem Unternehmen sinnvoll einsetzen können.

 

Inhalt

 

Das Wichtigste im Überblick:

  •  Der Customer Effort Score (CES) misst, wie viel Aufwand Kunden und Kundinnen bei einer Interaktion mit einem Unternehmen empfinden.
  • Ein „guter“ CES-Score steht für einfache, kundenfreundliche Prozesse und eine positive Customer Experience.
  • Die Kennzahl wird meist direkt nach einem konkreten Touchpoint erhoben, etwa nach einem Servicekontakt oder Kauf.
  • Aussagekräftig wird der CES vor allem im Zeitverlauf und in Kombination mit weiteren Kennzahlen wie NPS® und CSAT.
Einleitung
Inhalt
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Was ist der Customer Effort Score?

Der Customer Effort Score (CES) ist eine Kennzahl zur Messung des wahrgenommenen Aufwands, den Kunden und Kundinnen bei einer Interaktion mit einem Unternehmen empfinden. Er wird oft im Rahmen von Kundenzufriedenheitsbefragungen eingesetzt. Dabei wird jedoch nicht die allgemeine Zufriedenheit abgefragt, sondern ganz konkret, ob die Zusammenarbeit mit einem Lieferanten oder Dienstleister als kompliziert, zeitaufwendig und umständlich oder als einfach, schnell und unkompliziert wahrgenommen wurde. Oft wird der CES ergänzend zum Net Promoter Score® eingesetzt, da er sich besonders für transaktionale Befragungen eignet.

Der Grundidee des Customer Effort Score liegt einer einfachen Beobachtung zugrunde: Kunden und Kundinnen bevorzugen reibungslose Prozesse und problemlose Interaktionen. Müssen sie lange in Warteschleifen warten, verschiedene Ansprechpartner kontaktieren oder sich mehrfach erklären, steigt der gefühlte Aufwand und damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Erfahrung positiv bewerten. Der Customer Effort Score macht genau das messbar.

Konkret erfasst er, wie viel Zeit-, Kommunikations- oder Problemlösungsaufwand Kunden und Kundinnen aus ihrer eigenen Sicht investieren mussten, um ihr Ziel zu erreichen. Unternehmen können mit dem CES also die Basiserwartungen ihrer Kundschaft prüfen. Die Kennzahl liefert wertvolle Hinweise zur Customer Experience, zur Kundenzufriedenheit und letztlich auch zur Kundenbindung, da sich über den CES gezielt Pain Points entlang der Customer Journey identifizieren lassen.

 

In der Praxis kommt der Customer Effort Score besonders häufig in folgenden Bereichen zum Einsatz:

  • im Kundenservice (z.B. nach Support-Anfragen oder Reklamationen)
  • bei Kaufprozessen (z.B. nach Abschluss einer Online-Bestellung)
  • sowie im Rahmen von Kundenbefragungen in der Marktforschung, um Schwachstellen in Prozessen systematisch aufzudecken.

 

Aufwand ≠ Zufriedenheit.

Auch wenn beide Konzepte eng zusammenhängen, sollten sie nicht gleichgesetzt werden. Kunden können mit dem Ergebnis einer Interaktion durchaus zufrieden sein, gleichzeitig aber empfinden, dass der Weg dorthin unnötig mühsam war. Genau das macht den Customer Effort Score zu einer wertvollen Ergänzung klassischer Zufriedenheitskennzahlen.

Dennoch bedingen Aufwand, Zufriedenheit und Loyalität einander natürlich gegenseitig. Gelingt es Unternehmen, die Erwartungen ihrer Kundschaft zu erfüllen oder diese zu übertreffen und gleichzeitig eine reibungslose Interaktion zu gewährleisten, so erweisen sich Kundinnen und Kunden eher als loyal gegenüber dem Unternehmen und seinen Produkten bzw. Dienstleistungen.

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Wie wird der Customer Effort Score gemessen?

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Die Messung des Customer Effort Score folgt einem einfachen Grundprinzip: Kunden und Kundinnen werden im Anschluss an eine konkrete Interaktion gebeten, den dafür nötigen Aufwand auf einer Skala zu bewerten. Die Customer Effort Score Metrik kann dabei in verschiedenen Formen umgesetzt und unternehmensspezifisch angepasst werden.

 

 

 

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Die Einstufung wird häufig auf einer Skala von null bis zehn angegeben (genau wie beim NPS®), wobei man sich bei 10 auf den geringsten und bei 0 auf die größte Anstrengung bezieht. Hier wird also eine möglichst hohe Zahl angestrebt. Alternativ können Kundinnen und Kunden gebeten werden, eine Aussage auf einer Likert-Skala von „stimme überhaupt nicht zu“ bis „stimme voll zu“ zu bewerten. Diese Skala ist meist 5- oder 7-stufig. Hier sollte natürlich eine möglichst hohe Zustimmung angestrebt werden.

 

Typische Skalen:

Likert-Skala 5-stufig Skalenwert Likert-Skala 7-stufig
sehr wenig / niedrig 1 Stimme voll zu
wenig / niedrig 2 Stimme zu
neutral 3 Stimme eher zu
viel / hoch 4 Stimme weder zu noch dagegen
sehr viel / hoch 5 Stimme eher nicht zu
6 Stimme nicht zu
7 Stimme überhaupt nicht zu

 

Entscheidend für belastbare Ergebnisse ist der richtige Erhebungszeitpunkt. Der CES sollte möglichst im Rahmen einer transaktionalen Befragung, also unmittelbar nach einem Servicekontakt, einem Kauf oder einem anderen relevanten Touchpoint erhoben werden. Nur so lässt sich der Aufwand zuverlässig der jeweiligen Interaktion zuordnen, da die Erfahrung noch frisch im Gedächtnis ist.

Praxistipp: Die Wortwahl macht’s! CES-Fragen sollten kurz, neutral und unmissverständlich sein. Vermeiden Sie doppelte Verneinungen oder mehrdeutige Begriffe und stellen Sie sicher, dass die Frage exakt auf den Touchpoint abzielt, den Sie untersuchen möchten. Eine zusätzliche offene Frage nach den Gründen für die Bewertung kann zusätzliche qualitative Hinweise liefern, warum ein Prozess als anstrengend oder einfach empfunden wurde.

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Customer Effort Score berechnen

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Die gängigste Form der CES-Berechnung ist die Durchschnittsbildung: Die Bewertungen aller Befragten auf der verwendeten Skala werden addiert und durch die Anzahl der Antworten geteilt.

CES = Summe aller Bewertungen ÷ Anzahl der Antworten

Darüber hinaus gibt es keine einheitliche Berechnungsmethode. In der Praxis haben sich verschiedene Berechnungsmethoden etabliert, die unterschiedlich differenziert mit den Antworten der Befragten umgehen:

 

 

 

 

Praxisbeispiel (11-Punkt-Skala):

 

Welche Methode im jeweiligen Anwendungsfall sinnvoll ist, hängt vom Erhebungskontext und der gewünschten Vergleichbarkeit mit anderen Kennzahlen ab. Unabhängig von der Methode lohnt sich eine Segmentierung der Ergebnisse nach Kundengruppen, Touchpoints oder Zeiträumen, um auffällige Bereiche zu erkennen.

Bei der Interpretation sind typische Fehlerquellen zu beachten, wie beispielsweise zu kleine Stichproben, fehlende Vergleichswerte sowie die ausschließliche Betrachtung einzelner Messzeitpunkte ohne Berücksichtigung der Entwicklung über die Zeit.

 

Customer Effort Score: Alternative Interpretation

Üblicherweise wird der Customer Effort Score als eine Gesamtbewertung des Aufwands verstanden, den Kunden und Kundinnen bei der Zusammenarbeit mit einem Unternehmen empfinden.

Viele Branchenexperten empfehlen jedoch zu einer kleinteiligeren Betrachtung: Statt einer einzigen Gesamtbetrachtung kann es sinnvoller sein, den CES als Grundlage für die unterschiedlichen Touchpoints zwischen Unternehmen und der Kundschaft zu nutzen und den Aufwand an den verschiedenen Kontaktmomenten differenziert zu messen. So wird in jedem einzelnen Schritt deutlich, wie Kundinnen und Kunden den jeweiligen Kontakt erleben.

Je schwieriger es für sie war, eine Antwort zu erhalten, desto schlechter fällt die Customer Experience aus. Wird dies periodisch oder kontinuierlich gemessen, lassen sich die Ergebnisse mit früheren Perioden vergleichen.

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Was ist ein guter Customer Effort Score?

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Die Frage nach einem „guten“ Customer Effort Score lässt sich nicht pauschal beantworten. Was als guter Wert gilt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die verwendete Skala, die Branche und der konkrete Touchpoint, der untersucht wird.

Dennoch lassen sich typische Richtwerte als erste Orientierung heranziehen:

  • Werte im unteren Skalenbereich (also ein geringer Aufwand, z.B. Skalenwerte von 1 oder 2 auf einer Likert-Skala) gelten in der Regel als Indiz für einen reibungslosen, kundenfreundlichen Prozess.
  • Werte im oberen Bereich (hoher Aufwand, z.B. Werte von 5-7 auf einer Likert-Skala) deuten auf erhebliche Schwierigkeiten und damit verbundene Frustration hin.
  • Bei umgekehrt gepolten Skalen gilt jedoch das Gegenteil! Die Skalenrichtung sollte daher vor jeder Interpretation geprüft werden.

Wichtiger als ein einzelner Messwert ist die Entwicklung des Scores im Zeitverlauf. Ein CES-Wert, der sich über mehrere Erhebungswellen kontinuierlich verbessert oder verschlechtert, ist aussagekräftiger als eine einzelne Momentaufnahme. So lässt sich nachvollziehen, ob eingeleitete Optimierungsmaßnahmen tatsächlich Wirkung zeigen.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Vergleichbarkeit von CES-Werten:

  • die Branche,
  • die jeweilige Kundengruppe,
  • die Art der Interaktion
  • sowie der Zeitpunkt der Befragung.

Ein CES-Wert aus dem technischen Support lässt sich beispielsweise nur bedingt mit einem Wert aus dem Bestellprozess vergleichen. Ergebnisse sollten daher stets im jeweiligen Unternehmens- und Nutzungskontext interpretiert werden.

 

Praxis-Tipp:

Nutzen Sie CES-Werte vor allem für interne Vergleiche zwischen unterschiedlichen Touchpoints, Kundensegmenten oder Zeiträumen. So lassen sich konkrete Optimierungspotenziale identifizieren, ohne sich auf weniger belastbare externe Benchmarks verlassen zu müssen.

 

Unternehmen, die einen hohen CES erzielen und dessen Potenzial voll ausschöpfen, können …

  • … Schwachstellen in der Customer Experience gezielt beheben,
  • … die Qualität ihrer Kundeninteraktionen steigern
  • … durch schnellere Problemlösungen zugleich Kosten senken.

Zufriedene Kundinnen und Kunden kaufen mit höherer Wahrscheinlichkeit erneut und sprechen positiv über das Unternehmen. Ein hoher CES kann sowohl Kundendienstkosten als auch Abwanderungsraten senken.

Umgekehrt wirkt sich auch ein niedriger Customer Effort Score unmittelbar auf die Kundenbindung aus:

  • Unternehmen mit schlechten CES-Werten fehlt häufig eine solide Basis loyaler Kunden und Kundinnen.
  • Loyale Kunden empfehlen das Unternehmen gegebenenfalls an Freunde und Bekannte weiter, was die Kosten für die Neukundenakquise senkt und geben tendenziell mehr aus.
  • Werden Kontaktmomente dagegen als „hoher Aufwand“, „nicht einfach“ oder „zu umständlich“ empfunden, gehen genau diese Vorteile der Kundentreue verloren.
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Vor- und Nachteile des Customer Effort Score

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Wie jede Kennzahl hat auch der Customer Effort Score Stärken und Schwächen, die für eine realistische Einordnung berücksichtigt werden sollten.

Zu den größten Vorteilen zählen die einfache Erhebung und Auswertung, die hohe Verständlichkeit für die Befragten sowie der direkte Bezug zu konkreten Optimierungsmaßnahmen. Da die CES-Frage unmittelbar nach dem jeweiligenTouchpoint gestellt wird, lassen sich Reibungspunkte entlang der Customer Journey gezielt identifizieren und die Customer Experience entsprechend verbessern. Darüber hinaus ergänzt der CES andere Kennzahlen wie NPS® und CSAT sinnvoll, indem er den wahrgenommenen Kundenaufwand gezielt in den Fokus stellt.

Den Vorteilen stehen jedoch auch Grenzen gegenüber. Der CES bewertet immer nur eine einzelne Interaktion zu einem bestimmten Zeitpunkt und stellt damit lediglich eine Momentaufnahme dar. Für sich allein betrachtet ermöglicht er keine umfassenden Aussagen über die Kundenloyalität, die Weiterempfehlungsbereitschaft oder die gesamte Kundenzufriedenheit eines Kunden oder einer Kundin. Hinzu kommen Herausforderungen bei der Vergleichbarkeit von Ergebnissen, etwa durch unterschiedliche Skalen, Zielgruppen, Touchpoints oder Erhebungsmethoden zwischen verschiedenen Studien oder Unternehmen.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Customer Effort Score idealerweise in Kombination mit weiteren Kundenzufriedenheitskennzahlen zu nutzen, um ein ganzheitliches Bild der Kundenwahrnehmung zu erhalten.

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Customer Effort Score vs. NPS® vs. CSAT

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Neben dem Customer Effort Score gehören der Customer Retention Index (CRI), der Net Promoter Score (NPS®) und der Customer Satisfaction Score (CSAT) zu den meistgenutzten Kennzahlen im Bereich Kundenzufriedenheit. Während der NPS® die Weiterempfehlungsbereitschaft misst und der CSAT die Zufriedenheit mit einer konkreten Erfahrung erfasst, bewertet der CES den Aufwand, den Kundinnen und Kunden für eine Interaktion betreiben mussten. Der CRI wiederum gibt Aufschluss darüber, wie erfolgreich ein Unternehmen seine Kundinnen und Kunden langfristig bindet.

Mehr zu den einzelnen Kennzahlen der Kundenzufriedenheit erfahren Sie in unserem weiterführenden Artikel.

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Wie lässt sich der Customer Effort Score verbessern?

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Ein hoher (bzw. niedriger, je nach Skalenrichtung) Customer Effort Score ist meist das Ergebnis einfacher, kundenfreundlicher Prozesse und einer insgesamt positiven Customer Experience. Unternehmen, die ihren CES nachhaltig verbessern möchten, sollten daher an mehreren Stellen gleichzeitig ansetzen.

Im Kundenservice helfen vor allem eine höhere First Contact Resolution, also die Lösung von Anliegen bereits beim ersten Kontakt, sowie weniger Weiterleitungen und schnellere Reaktionszeiten. Jede zusätzliche Station, die ein Kunde oder eine Kundin durchlaufen muss, erhöht den gefühlten Aufwand. Auch digitale Touchpoints spielen eine zentrale Rolle: Eine bessere Usability, eine intuitive Nutzerführung sowie geeignete Self-Service-Angebote senken den Aufwand, den die Kundschaft bei der eigenständigen Lösung ihrer Anliegen empfindet.

 

Darüber hinaus lohnt sich ein systematisches Feedbackmanagement, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Verbesserungen umzusetzen.

Mit professionellen Lösungen von Rogator setzen Sie CES-Befragungen automatisiert an allen relevanten Touchpoints um und werten die Ergebnisse fortlaufend aus. So entsteht ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, bei dem Kundenfeedback dauerhaft in die Weiterentwicklung von Produkten, Services und Prozessen einfließt.

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Fazit: Warum der Customer Effort Score für Unternehmen unverzichtbar ist

Ein „guter“ Customer Effort Score entsteht selten durch außergewöhnlichen Service, sondern vor allem durch einfache, gut durchdachte Prozesse. Bereits kleine Optimierungen an kritischen Touchpoints haben häufig einen größeren Einfluss auf die Customer Experience als aufwendige, kostenintensive Kundenbindungs-maßnahmen. Der größte Mehrwert des CES liegt in der Identifikation konkreter Reibungspunkte. Anders als viele andere Kennzahlen zeigt er nicht nur, dass ein Problem besteht, sondern liefert Hinweise darauf, wo Kunden und Kundinnen unnötigen Aufwand erleben und Verbesserungen notwendig sind.

Wirklich aussagekräftig wird der Customer Effort Score vor allem im Zeitverlauf und in Kombination mit weiteren Kennzahlen. Gemeinsam mit NPS® und CSAT entsteht ein ganzheitliches Bild der Kundenwahrnehmung, das fundierte Entscheidungen zur Optimierung von Customer Experience und Kundenbindung ermöglicht.

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Fragen und Antworten zum Customer Effort Score

Ja, der CES lässt sich problemlos auf digitale Touchpoints wie Websites, Apps oder Self-Service-Portale anwenden. Wichtig ist auch hier, die Befragung möglichst unmittelbar nach der jeweiligen digitalen Interaktion einzubinden.

Eine zusätzliche offene Frage nach den Gründen für die Bewertung kann integriert werden. Sie liefert wertvolle qualitative Einblicke und hilft zu verstehen, warum ein Prozess als aufwendig oder einfach empfunden wurde.

Da der CES auf konkrete Touchpoints bezogen ist, bietet sich eine fortlaufende, transaktionale Erhebung statt einer einmaligen, punktuellen Befragung an.

Nicht zwangsläufig. Aufwand und Zufriedenheit hängen zwar zusammen, sind aber nicht identisch. Deshalb empfiehlt sich eine Kombination mit weiteren Kennzahlen wie NPS® oder CSAT, um die Kundenzufriedenheit ganzheitlich zu erfassen.

Besonders geeignet sind Touchpoints mit klar abgrenzbarem Anliegen, etwa Serviceanfragen, Reklamationen, Bestellprozesse oder die Nutzung von Self-Service-Angeboten.

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Verfasst von Philipp Scholz

Philipp Scholz, Teamleiter Consulting bei der Rogator AG, ist ein erfahrener Marktforscher in den Bereichen Customer Feedback und Employee Feedback sowie entsprechender Softwarelösungen. Durch zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Projekte und langjährige Erfahrung hat er sich ein tiefgehendes Fachwissen angeeignet, das er gerne weitergibt.

Folgen Sie Philipp Scholz auf LinkedIn.


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