Die Messung der Mitarbeiterfluktuation erfolgt in der Regel über die Fluktuationsrate, die angibt, wie viele Mitarbeitende ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verlassen haben. Sie dient als zentrale Kennzahl für HR-Analysen und die Personalplanung.
Es gibt verschiedene Formeln zur Berechnung der Fluktuationsrate:
- Basisformel: Fluktuationsrate = Anzahl der Abgänge ÷ Anzahl der Beschäftigten zu Beginn des Betrachtungszeitraums * 100
Diese Formel ist einfach und schnell anwendbar, allerdings auch etwas ungenau.
- BDA-Formel: Fluktuationsrate = Anzahl der Abgänge ÷ durchschnittlicher Personalbestand des Betrachtungszeitraums * 100
Diese Berechnung bezieht den durchschnittlichen Personalbestand ein und wird von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände empfohlen.
- Schlüter-Formel: Fluktuationsrate = Anzahl der Abgänge ÷ (Personalbestand am Anfang des Betrachtungszeitraums + Zugänge) * 100
Diese Variante berücksichtigt sowohl zu Beginn vorhandene Mitarbeitende als auch Neuzugänge im Betrachtungszeitraum.
Fluktuationsraten können für unterschiedliche Zeiträume berechnet werden, z. B. monatlich oder jährlich. Monatliche Werte helfen, kurzfristige Trends und saisonale Schwankungen zu erkennen, während jährliche Raten eher langfristige Entwicklungen abbilden.
Eine weitere wichtige Kennzahl neben der Fluktuationsrate ist die Retention Rate, die angibt, wie viele Mitarbeitende im Unternehmen bleiben. Ein Vergleich von Fluktuation und Retention nach Abteilungen oder Teams liefert wertvolle Hinweise darauf, wo Verbesserungspotenzial besteht.