Mitarbeiterbefragung Onboarding – Wichtige Themenfelder

11.04.2018
Onboarding Prozess

Onboarding, der neue Trend im Personalwesen

 

Das Onboarding – wörtlich übersetzt „an Board kommen“ – erfreut sich im Personalmanagement immer größerer Beliebtheit. Zu Recht, denn gerade hier wird der Grundstein für die Motivation, Identifikation und damit Zufriedenheit des Mitarbeiters über das gesamte Arbeitsverhältnis hinweg gelegt.

 

Denn: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“

 

Entsprechend wichtig ist ein möglichst optimal gestalteter Onboarding-Prozess sowohl für den neuen Mitarbeiter als auch für das Unternehmen. Unabhängig davon, ob Sie planen, einen definierten Prozess in Ihrem Unternehmen zu etablieren oder den bestehenden auf seinen Inhalt zu prüfen, eine Mitarbeiterbefragung ist genau das richtige Werkzeug. In diesem Artikel diskutieren wir den Inhalt einer solchen Mitarbeiterbefragung.

 

 

Was sollte in einer Mitarbeiterbefragung zum Thema Onboarding gefragt werden?

 

Abhängig von Ihren Prozessen und Ihrer Struktur müssen die Fragen natürlich individuell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten sein. Folgende Themenfelder sind ungeachtet dieser Vorgabe aber essenziell und daher unbedingt zu berücksichtigen:

Information / Kommunikation

 

Die Kommunikation und damit die Reduzierung der Informationsasymmetrie ist sowohl während des Bewerbungsprozesses als auch bei der Einarbeitung/Zusammenarbeit wichtig.

 

Den Kandidaten über den aktuellen Status seiner Bewerbung im Ungewissen zu lassen, ist nicht nur frustrierend, sondern erweckt auch einen schlechten Eindruck. Fragen Sie daher den Mitarbeiter, ob er/sie sich während des Bewerbungsprozesses gut informiert gefühlt hat.

 

Während des Arbeitsverhältnisses kommt es insbesondere auf Feedback an, sowohl durch die Führungskraft als auch durch Kollegen, Mitarbeiter und Personalabteilung. So können Sie beispielsweise fragen, ob der Mitarbeiter mit der Feedbackkultur von allen Ebenen ausgehend zufrieden war oder ob noch Informationen gefehlt haben.

 

Soziale Integration

 

Der Mensch braucht soziale Kontakte und Anerkennung. Für eine langfristige Eingliederung im Unternehmen ist es daher wichtig, dass sich der neue Mitarbeiter schon von Anfang an geborgen und aufgenommen fühlt. Sei es eine große Begrüßungsrunde mit den Kollegen, Mitarbeitern und der Führungskraft oder eine gemeinsame Freizeitaktivität, um sich besser kennenzulernen. Diese Punkte sind von Bedeutung und sind entsprechend in einer Mitarbeiterbefragung zum Onboarding zu erfassen.

 

Zentral an dieser Stelle ist auch ein fairer Umgang mit dem Mitarbeiter. Ungerechtigkeit oder gar Diskriminierung führt meist zu schnellem Ausscheiden aus dem Unternehmen und damit zu einem fehlgeschlagenen Onboarding. Fragen Sie daher, ob der neue Mitarbeiter das Gefühl hatte, unfair behandelt worden zu sein.

 

Einarbeitung

 

Die Einarbeitung nimmt bei jedem Onboarding-Prozess eine hohe Bedeutung ein. Dabei geht es nicht nur um die fachliche Einarbeitung, sondern auch um die Einweisung in unternehmensinterne Vorgänge. In diesem Zusammenhang können Sie in einer Mitarbeiterbefragung folgende Beispielfragen stellen:

  • Haben Sie das Gefühl, dass Sie alle für Ihre Tätigkeit notwendigen Informationen erhalten haben?
  • Wurden Sie in alle notwendigen internen Prozessschritte eingewiesen?
  • Wissen Sie, an wen Sie sich wenden können, wenn Sie einmal Fragen haben?
  • Waren Sie mit den angebotenen Informationen überfordert/waren es zu viele Informationen auf einmal?
  • Hätten Sie sich rückblickend bestimmte Informationen gewünscht oder waren bestimmte Informationen überflüssig?

 

Verdeutlichung der Ziele und Erwartungen

 

Ein oft unterschätzter, aber dennoch äußerst wichtiger Aspekt zur Mitarbeitermotivation und -identifikation ist die Verdeutlichung der Ziele und Aufgaben der Abteilung/des Unternehmens. Hierbei spielt die Vermittlung der an den Mitarbeiter gestellten Erwartungen eine tragende Rolle.

 

Für eine langfristig hohe Motivation ist es für jeden Menschen wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben, auf das er/sie hinarbeiten kann. Dabei ist sowohl das Ziel der Allgemeinheit, sprich der Abteilung und des Unternehmens, aber auch das eigene wichtig (z.B. Anerkennung und Aufstieg im Unternehmen).

 

Demzufolge sollten Sie in der Mitarbeiterbefragung zum Onboarding bereits abklären, ob dem Mitarbeiter diese Informationen verständlich vermittelt wurden und ob noch offene Punkte bestehen.

 

 

 

Fazit: Onboarding richtig erfassen

 

Abhängig von den Unternehmensprozessen variiert der Fragebogen einer Mitarbeiterbefragung zum Thema Onboarding stark. Kernthemen, die nicht vergessen werden sollten, sind dabei: Information/Kommunikation, soziale Integration, Einarbeitung und Verdeutlichung der Ziele und Erwartungen.
Um die erhobenen Daten auch quantitativ auswerten zu können, ist es wichtig, viele der oben genannten Aspekte mithilfe geschlossener Fragen abzudecken. Da es sich bei dem ganzen Prozess allerdings um sehr komplexe und emotionale Aspekte handelt, ist ein gewisser Anteil an offenen Fragen unverzichtbar. Geben Sie dem neuen Mitarbeiter die Möglichkeiten, diese Emotionen verbal auszudrücken, legen Sie allerdings nicht das Hauptaugenmerk darauf.

Wie gut ist Ihr Onboarding-Prozess?

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