Mitarbeiterzufriedenheit messen

Sicher ist: Mitarbeiterbefragungen können ein Instrument zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit sein. Wenn nun in einem Unternehmen Mitarbeiter befragt wurden, wie kann dann gemessen werden, ob und wie sich diese Befragung auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt? Hier haben wir Ihnen zusammengefasst, in welchen Phasen einer Mitarbeiterbefragung die Mitarbeiterzufriedenheit  gemessen werden kann: 

1. Zielsetzung und Planung

Um einen Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit zu nehmen, sollte von Anfang an klar sein, was die Zielsetzung einer Mitarbeiterbefragung ist. Stehen z.B. primär strategische Aspekte der Unternehmensführung im Vordergrund, oder soll eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation erfolgen? Wichtig ist hier vor allem die Kenntnis der betrieblichen Abläufe und Strukturen, sowie der damit verbundenen Probleme. Gegebenenfalls können hierzu qualitative Vorbefragungen in einzelnen Bereichen durchgeführt werden. Es sollte auch sichergestellt sein, dass die Erreichung der gesetzten Ziele mit dem gewählten Befragungsinstrument auch tatsächlich überprüft werden kann. Hierzu ist ein methodisch korrekter, verständlicher und inhaltlich erschöpfender Fragebogen nötig. Vorformulierte Items, zu denen bereits Benchmark-Werte existieren, sind dabei eine große Hilfe.

2. Kommunikation

Um einen reibungslosen Ablauf der Befragung sicherzustellen, sollten alle beteiligten Bereiche, die Unternehmensführung und der Betriebsrat in das Projekt eingebunden werden. Auch die Mitarbeiter sollten vor Befragungsbeginn über die Zielsetzungen und den Ablauf der Befragung informiert werden (z.B. mit Aushängen, Rundschreiben, Präsentationen, Veranstaltungen). Wichtig ist hier auch die Heraushebung des Nutzens der Befragung sowie von Anonymität und Freiwilligkeit der Teilnahme. Die Thematisierung von Folgemaßnahmen und deren Bezug zur Mitarbeiterbefragung kann hierbei ebenfalls nützlich sein.

3. Durchführung

Die Befragung sollte so ansprechend und komfortabel wie möglich sein. Hierzu bietet sich je nach Beschaffenheit des Arbeitsplatzes eine Onlinebefragung oder eine Hybridbefragung (Online und Paper-Pencil) an. Wichtig ist auch, dass ein Ansprechpartner bei eventuell auftretenden Problemen zur Verfügung steht. Der Rücklauf und die Reaktionen auf die Befragung sollten ebenfalls kontinuierlich beobachtet werden, damit im Bedarfsfall entsprechend darauf reagiert werden kann.

4. Auswertung

Auch bei der Auswertung gilt, dass diese – zumindest in ihren Kernaussagen – für alle verständlich sein sollte. Daher gilt es, die Darstellungen nicht mit allzu komplexen statistischen Verfahren zu überfrachten. Die definierten Zielsetzungen und Fragestellungen sollten hierbei im Zentrum stehen. Die strukturgleiche Auswertung von einzelnen Ländern, Standorten oder Abteilungen kann hier interessante interne Benchmark-Werte liefern.  Für die Evaluierung von Maßnahmen sind besonders Vergleiche mit vorherigen Befragungen sinnvoll. Darüber hinaus ist es noch sinnvoll mit multivariaten Verfahren die entscheidenden Faktoren für die Zufriedenheit in einzelnen Bereichen zu extrahieren.

5. Präsentation

Die Ergebnisse der Befragung sollten möglichst innerhalb weniger Wochen kommuniziert werden, um das Commitment für weitere Maßnahmen aufrecht zu erhalten. Hierbei können auch offene Fragen geklärt werden oder Verbesserungsvorschläge und Maßnahmen diskutiert werden. Die Ergebnisse sollten mit den definierten Zielen zusammengebracht werden, um Maßnahmen abzuleiten und die Nachfolgeprozesse für die Beteiligten nachvollziehbar zu machen.

6. Folgeprozesse und Evaluierung

Für den langfristigen Erfolg ist es entscheidend, wie mit den Ergebnissen gearbeitet wird. Die nötigen Optimierungsprozesse sollten unter Beteiligung der Mitarbeiter angeschoben werden. Durch eine anschließende Wiederholung der Befragung können die durchgeführten Maßnahmen evaluiert werden. So wird sichtbar, welche Maßnahmen sinnvoll waren, wo noch Handlungsbedarf besteht und ob die Befragung letztlich zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit geführt hat. Hierfür sollte darauf geachtet werden, dass die entscheidenden Fragen vergleichbar bleiben.

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