So funktionieren Mitarbeiterbefragungen

Funktionsweise von Mitarbeiterbefragungen

Warum werden überhaupt Mitarbeiterbefragungen durchgeführt?

Die Ressource „Mensch“ spielt in modernen Organisations- und Personalentwicklungsprozessen eine wichtige Rolle. Klarer ausgedrückt: Unternehmen sind sich der Bedeutung ihrer Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg bewusst. Auf der einen Seite gilt es, die Arbeitszufriedenheit und -motivation möglichst hoch zu halten, um eine gute Produktivität zu erzielen. Mitarbeiter können auf der anderen Seite aber auch wertvolle Verbesserungsvorschläge für die Arbeitsabläufe innerhalb des Unternehmens einbringen.

Mit einer Mitarbeiterbefragung kann man also die Zufriedenheit der Angestellten messen, aber auch die Mitarbeiter dazu befragen, an welchen Stellen es Nachbesserungsbedarf gibt. Der Vorteil einer Mitarbeiterbefragung gegenüber dem klassischen Personalgespräch: Es werden alle Angestellten befragt, nicht nur einige wenige. Außerdem erhält man durch die Anonymität der Mitarbeiterumfrage idealerweise ein ungeschöntes Meinungsbild.

Um welche Themen geht es in einer Mitarbeiterbefragung?

Die möglichen Themen einer Mitarbeiterbefragung sind vielfältig: Vom Führungskräfteverhalten über die Situation am Arbeitsplatz bis zur Arbeit im Team kann hier vieles abgefragt werden. Normalerweise hängt es vom Erkenntnisinteresse des Unternehmens ab, welche Fragen konkret gestellt werden. Wenn das Erkenntnisziel klar ist, geht es darum, die passenden Fragen auszuwählen und so aufzubereiten, dass aussagekräftige Ergebnisse ermöglicht werden. Es lohnt sich, in diesen Schritt viel Aufwand zu investieren, da die ausgewählten Fragestellungen direkt die Anwendbarkeit der Ergebnisse determinieren.

Wie gewährleistet man Anonymität?

Anonymität und Datenschutz haben einen entscheidenden Einfluss auf die Glaubwürdigkeit der Mitarbeiterumfrage bzw. ihrer Initiatoren. Außerdem geht es darum, rechtliche Vorgaben und Bestimmungen einzuhalten. Bei einer Onlineumfrage ist es am besten, personenbezogene Daten erst gar nicht entstehen zu lassen. Das heißt im Klartext, dass Rechneradressen nicht aufgezeichnet und individuelle Teilnehmer-Pseudonyme vom Datensatz getrennt werden. Selbstverständlich ist auch ein aktuelles und leistungsfähiges Verschlüsselungssystem vonnöten. Im Anschluss an die Befragung sollten die Mitarbeiterdaten gelöscht oder besonders sicher gelagert werden.

Ein weiterer Beitrag zur Anonymität ist die Festlegung einer Auswertungsschwelle, um Rückschlüsse auf einzelne Personen zu vermeiden. Hier wird beispielsweise festgelegt, dass ein Teilbereich erst dann ausgewertet wird, wenn mindestens fünf Personen dazu Fragen beantwortet haben. Diese Auswertungsschwelle sollte unbedingt nach außen kommuniziert werden. Dadurch können auch Mitarbeiter kleinerer Abteilungen die Fragen beantworten, ohne sich Sorgen um eine mögliche Identifikation zu machen.

Wie funktioniert die Auswertung?

Die Auswertung einer Mitarbeiterbefragung wird an das jeweilige Erkenntnisinteresse angepasst. Wichtig ist vor allem die leichte Verständlichkeit der Ergebnisse, die Übersichtlichkeit und ggf. Handlungsempfehlungen. Neben den üblichen Präsentationen und Berichten können auch Analyse-Workshops hilfreich sein, um die Anregungen aus der Mitarbeiterumfrage vertiefend zu diskutieren und zu verstehen. Ein Feedback an die Belegschaft ist sehr empfehlenswert, da das die Einstellung der Mitarbeiter gegenüber Mitarbeiterbefragungen und Veränderungsprozessen allgemein positiv beeinflusst.

Fazit: Eine Mitarbeiterbefragung ist ein Gemeinschaftsprojekt

Eine Mitarbeiterbefragung ist eine echte Teamwork-Aufgabe, da viele Verantwortliche aus verschiedenen Bereichen hier Anknüpfungspunkte haben: der Betriebsrat und die Führungskräfte bei der Einbindung der Mitarbeiter, die IT-Kollegen bei der Verschlüsselung, die Datenschutz-Beauftragten bei der Anonymität, etc. Dieser Aufwand sollte aber niemanden abschrecken, im Gegenteil. Je mehr Menschen die Mitarbeiterbefragung aktiv unterstützen, desto aussagekräftiger wird normalerweise das Ergebnis. Und gerade in der heutigen Zeit sind es oft schon kleine Veränderungen, die einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen.

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