Mitarbeiterbefragung per Smartphone

Mitarbeiterbefragung meets Mobile First

 

Der Trend hin zu mobilen Befragungen wird seit Langem immer deutlicher. Viele Teilnehmer, insbesondere junge, bevorzugen es, Umfragen auf ihrem Smartphone oder Tablet auszufüllen. Diese Möglichkeit bietet den Teilnehmern die Freiheit, selbst zu entscheiden, wann und wo sie dies tun.

Um dieser Teilnehmergruppe gerecht zu werden, sollte die Umfrage dementsprechend auch mobil optimiert sein. Während dieses Thema in Bezug auf die klassische Marktforschung schon oft und ausführlich diskutiert wurde, blieb es bisher bezüglich Mitarbeiterbefragungen eher vernachlässigt. Dabei gibt es sowohl Parallelen als auch Unterschiede zwischen den Forschungsbereichen, welche es zu beachten gilt. Aus diesem Grund beleuchten wir in diesem Artikel „Mobile First“ bei Mitarbeiterbefragungen näher. Da sich der Einsatz von Tablets im Vergleich zu Desktop-Computern im Hinblick auf Mobiles-Design, nur wenig unterscheiden, fokussieren wir uns im Weiteren auf die Nutzung von Smartphones.

Mobile Umfrage, was ist zu beachten?

Mobile Endgeräte haben, im Vergleich zu Desktop-Computern, ein deutlich kleineres Display. Dies muss in der Programmierung berücksichtigt werden, um die Funktionalität und angemessene Handhabung der gesamten Umfrage zu gewährleisten. Davon betroffen sind vor allem die Darstellung von Texten und Buttons. Auch unnötiges Scrollen, insbesondere auf der Horizontalen, sollte vermieden werden. Besondere Fragekonzepte, wie Doppelmatrizen oder Fragen bei denen Bilder zur Beurteilung eingebunden werden, sind bei der Nutzung kleiner Displays eher unpraktisch.

Es wird häufig diskutiert, ob sich das Antwortverhalten von Teilnehmern per Smartphone verglichen zu denen von Desktop-Computer unterscheidet. Unter anderem kann die ermöglichte Teilnahme zwischen Tür und Angel zu einer Verringerung der Fragebogengüte über die sinkende Objektivität und Reliabilität führen. Störende Geräusche oder ein sich bewegendes Umfeld, beispielsweise in der U-Bahn auf dem Heimweg, können auf das Antwortverhalten wirken, wodurch die Antworten verzerrt wären. Der Aspekt, dass sich das Antwortverhalten von Smartphone-Teilnehmern signifikant von Desktop-Teilnehmern unterscheidet, konnte wissenschaftlich allerdings noch nicht gänzlich bewiesen werden.

Mobile Mitarbeiterbefragung, welche Eigenheiten gibt es?

Nun zu Besonderheiten bei der Mitarbeiterbefragung, welche sich zur klassischen Marktforschung unterscheiden. Um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen, wird an dieser Stelle nur auf drei wichtige Aspekte eingegangen.

Oben erwähnte Frage-Konzepte, wie Schieberegler und Fragen mit Bildern, sind in Mitarbeiterbefragungen eher unüblich. Doppelmatrizen können zudem in mobiler Ansicht auch in 2 normale Matrizen geteilt werden. Ein entsprechendes, zuvor angebrachtes Gegenargument ist bei Mitarbeiterbefragungen also eher vernachlässigbar. Erfahrungsgemäß ist allgemein die Darstellung von Mitarbeiterbefragungen auf kleinen Displays unproblematisch. Nur bei längeren Texten, z.B. auf der Startseite, kann es bei Smartphone-Benutzern schneller zu Ermüdungserscheinungen kommen. Halten Sie derartige Texte also möglichst kurz und knackig. Dies sollte aber ohnehin schon Ihr Ziel sein, da auch Desktop-Nutzer lange Texte als Hemmnisse wahrnehmen.

Ein oft ausschlaggebendes Argument für die Möglichkeit der mobilen Teilnahme bei Mitarbeiterbefragungen ist, dass hierdurch vielen Mitarbeitern überhaupt erst die Feedbackabgabe ermöglicht wird. Beispielsweise Angestellte, welche in der definierten Feldzeit keinen Zugriff auf Ihren Geschäftscomputer haben, da sie z.B. auf Geschäftsreise oder im Urlaub sind, können so dennoch ihr Feedback abgeben. Darüber hinaus gibt es in vielen Unternehmen, insbesondere im produzierenden Gewerbe, Mitarbeiter, die über keinen ständigen Zugang zu einem Desktop-Computer verfügen. Die Teilnahme über ihr privates Smartphone bietet hier eine geeignete Alternative zur Papierbefragung, vorausgesetzt die Mitarbeiter sind bereit ihre Freizeit hierfür zu nutzen. Der Ausschluss dieser Gruppen, durch das Verhindern per Smartphone teilnehmen zu können, würde nicht nur zur Verzerrung der Stichprobe führen, sondern könnte auch Abneigung in der Belegschaft auslösen.

Entscheiden Sie sich schließlich für die Möglichkeit der Smartphone-Teilnahme, bedenken Sie allerdings auch folgenden Punkt: Wie kann der Mitarbeiter auf seinem privaten Smartphone auf die Umfrage zugreifen?

Nicht jeder Mitarbeiter hat auf seinem Handy Zugriff auf seine Geschäfts-E-Mails, über welche in der Regel die Einladung versendet wird. Zur Lösung dieses Problems haben Sie beispielsweise folgende Möglichkeiten:

  • Der Teilnehmer tippt den Link händisch in sein Smartphone ein.
  • Über einen QR-Code und einen passenden Scanner auf dem Smartphone wird der Link abgerufen und anschließend der individuelle Zugangscode eingetragen.
  • Die Einladungsmail wird auch an die privaten E-Mail-Adressen der Mitarbeiter gesendet.
  • Als Versandt-Methode der Einladungen werden SMS genutzt.

Fazit

Die angeführten Vor- und Nachteile einer Smartphone fähigen Version Ihrer Mitarbeiterbefragung müssen im Einzelfall abgewogen werden. Es verursacht zwar einen höheren Aufwand und die Angaben von Smartphone-Teilnehmern können theoretisch verzerrt sein, eine höhere Rücklaufquote steht dem allerdings gegenüber.

Erfahrungsgemäß kommt die Möglichkeit, mit dem Smartphone an der Befragung teilnehmen zu können, bei der Belegschaft gut an, was oft zusätzlich die Rücklaufquote und allgemein die Einstellung gegenüber der Umfrage steigert.

 

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