Das richtige Fragebogendesign für die Online-Marktforschung

Fragebogendesign

Grundsätze des Fragenbogendesigns

Grundsätzlich sollte man sich vor der Beauftragung einer Fragebogenprogrammierung beziehungsweise der eigenständigen Programmierung folgende Fragen stellen:

  1. Wann wird es zu viel des Guten? Sprich wann wird dem Design mehr Beachtung geschenkt als dem eigentlichen Inhalt der Befragung und wann wird der Befragte zu stark von der Beantwortung der Fragen abgelenkt?
  2. Stehen Aufwand und Nutzen noch in einem gesunden Verhältnis? Die Gefahr, sich in jedem einzelnen Pixel zu verzetteln und damit das Projekt unnötig in die Länge zu treiben (und damit auch die Kosten), sollte durch regelmäßiges Hinterfragen der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit bestimmter Designelemente gebannt werden.

Bedenken Sie in jedem Fall, dass gerade bei großen Umfragen viele verschiedene Geschmäcker aufeinandertreffen – Sie können es unmöglich allen recht machen.

Der Ratschlag „Weniger ist mehr“ ist auch hier ein guter. Wichtig ist, dass das Design professionell und nicht „billig“ wirkt. Zwar hat das Design keinen messbar großen Einfluss auf den Erfolg einer Umfrage, in Zeiten von Spam und Fake-Umfragen kann sich das falsche/ billig wirkende Design allerdings natürlich negativ auswirken.

Ein weiterer wichtiger Hinweis: Für welche Farbkombinationen auch immer Sie sich entscheiden: Achten Sie darauf, dass die Schrift gut lesbar ist. Gewisse Farbtöne sind in der Kombination nur schwer leserlich und könnten für hohe Abbrecherraten sorgen.

Stichwort Usability

Viel wichtiger als ein pixelgetreues Design einer Umfrage ist die Usability. Also die Möglichkeit, etwas problemlos und intuitiv durchführen zu können. Für eine große Nutzerfreundlichkeit gibt es einige Dinge zu beachten:

Unterschiedliche Teilnehmergruppen berücksichtigen

Auch hier gilt es wieder die Heterogenität der Teilnehmer zu beachten: Haben Sie es hier ausschließlich mit Experten zu tun, die extrem online-affin und erfahren im Umgang mit Befragungen sind? Sie können nicht jeden einzelnen Befragten mit seinen Gewohnheiten und dem entsprechenden Hintergrund berücksichtigen, aber sie sollten sich auch nicht an Überfliegern orientieren.

Den Befragungsteilnehmer führen

Die Gestaltung des Fragebogens sollte in der Weise erfolgen, dass auch weniger geübte Befragungsteilnehmer, die Befragung auf Anhieb korrekt durchzuführen, ohne zwischendurch abzubrechen. Kleine Erläuterungstexte können an dieser Stelle ebenfalls förderlich sein.

Fortschritt anzeigen

Ein wichtiger Hinweis im Sinne der Usability ist der Fortschrittsbalken. Der Befragungsteilnehmer sollte zu jeder Zeit Wissen, wo er sich innerhalb der Befragung befindet und wie viel Zeit er bis zum Ende der Befragung ca. noch benötigen wird. Mag sein, dass der Befragte gegen Ende der Umfrage langsam aber sicher die Motivation verliert. Sieht er jedoch, dass er kurz vor dem Befragungsende steht, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er diese beendet.

Befragung fortsetzen

Manchmal beginnt der Teilnehmer eine Befragung und wird dann unterbrochen. Wenn Sie die Befragung mit einer Wiedereinstiegs-Option versehen, kann komfortabel einfach dort weitergeklickt werden, wo zuvor unterbrochen werden musste. Auch dies ist ein Feature ganz im Sinne einer starken Usability.

Eine Frage pro Seite

Ein Quasi-Standard, der sich mittlerweile in der Befragungswelt etabliert hat, ist das „Eine-Frage-pro-Seite-Prinzip“. Dies ist nicht nur optimal, wenn man bedenkt, dass viele das Smartphone beim Beantworten der Fragen nutzen, sondern auch mit Hinblick auf die Konzentration der Teilnehmer. Sie können sich auf eine Frage konzentrieren und werden nicht bereits von der nächsten Frage abgelenkt.

Browser-Kompatibilität und Responsiveness

Bei der Programmierung Ihrer Fragebögen sollten Sie berücksichtigen, dass nicht jeder Teilnehmer den selben Browser nutzt. Der Internet Explorer, Firefox und Chrome sind die gängigsten Browser. Sie sollten Ihre Umfrage also mindestens mit diesen drei Browsern hinsichtlich der Kompatibilität testen. Sowohl die Standard-Browser als auch das „Responsive Design“ für Smartphones gehören mittlerweile zum kleinen Einmaleins der Befragungen und sind standardmäßig in den meisten Befragungstools bereits berücksichtigt.

Fazit: Usability ist das A und O

Gerade in der Online-Marktforschung hat man zahlreiche Möglichkeiten, ansprechende Fragebögen zu designen. Je nach Art der Befragung (z.B. Mitarbeiterbefragung, Kundenbefragung), kann das „optimale Design“ variieren. Wichtig ist, dass das Hauptaugenmerk einer Online-Befragung nicht auf der Optik liegen sollte, sondern vielmehr auf der Usability. Dem Befragungsteilnehmer muss es ermöglicht werden, ohne größere Anstrengung durch die Befragung zu navigieren und zu jeder Zeit zu wissen, wo er sich innerhalb der Befragung orientiert.

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