Ein firmeneigenes Kundenpanel aufbauen

Firmeneigenes Kundenpanel

Wann macht ein eigenes Kundenpanel Sinn?

Ein eigenes Kundenpanel stellt eine ausgesuchte Gruppe realer Kunden dar, welche bereits Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens nutzen. Des Weiteren erhält das Unternehmen mit einem eigenen Kundenpanel einen direkten Draht zu den Meinungen, Gedanken und Ansprüchen seiner Kunden. Durch z.B. regelmäßige Kundenbefragungen können Chancen, Probleme und Potenziale eines Unternehmens frühzeitig erkannt und genutzt beziehungsweise behoben werden. Ein firmeneigenes Kundenpanel ist vor allem dann sinnvoll, wenn …

  • ein Unternehmen regelmäßig Feedback zu seinen Leistungen bzw. Produkten braucht,
  • eine gegenseitige Interaktion mit besonders involvierten Kunden gewünscht ist,
  • ein Unternehmen neue Leistungen oder auch Produkte ausprobieren möchte.


Ein großer Vorteil eines eigenen Panels ist es, dass sich die Teilnehmer bereits bei der Registrierung dazu bereit erklärt haben, wiederholt an Umfragen teilzunehmen. Somit leisten sie einen wichtigen und stetigen Beitrag für interne und externe Unternehmensentscheidungen oder –planungen.

Der Panelaufbau

Zu Beginn müssen die formellen Aspekte geklärt werden. Anschließend geht es an die Umsetzung und Gestaltung der Panelseite sowie die Ausformulierung der Paneltexte. Genauer gesagt bedeutet das, dass vorab bestimmt werden muss, ob das Panel ein Eigenleben und somit auch einen Markennamen haben soll oder eine rein technische Funktion hat.

Schritt 1 – Namensgebung:

Die Namensgebung ist dabei der essentielle Knackpunkt, um überhaupt an die weiteren Schritte wie Verfügbarkeit des Namens, Domainreservierung, Zertifizierung und Verschlüsselung der Seite zu denken. Der Name eines Panels muss gut überlegt sein. Mit diesem Namen werden später Ergebnisse kommuniziert, Marketingstrategien entwickelt und Panelteilnehmer rekrutiert.

Schritt 2 – Zielgruppe:

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die Ausrichtung bzw. Zielgruppe des Panels - Soll es sich bei dem Panel um ein reines Kundenpanel handeln oder sind etwa auch Splittergruppen wie Interessenten oder potenzielle Kunden von Interesse? Die Entscheidung liegt hier ganz beim Unternehmen.

Schritt 3 – Merkmale:

In diesem Fall gilt wirklich das alte Sprichwort „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Im ersten Moment klingen viele Merkmale, viele Informationen und viele Daten von den eigenen Kunden natürlich sehr vielversprechend und nutzbringend. Bezieht man nun im zweiten Gedanken auch die Stichprobenziehung mit ein, so bemerkt man schnell, dass eigentlich nur wenige soziodemographische Merkmale wirklich relevant sind. Alle weiteren Angaben sind zwar „nice to have“, aber für den ursprünglichen Zweck, der Stichprobenziehung, nicht notwendig. Diese können bei Bedarf auch jederzeit in der Umfrage erfragt werden.

Schritt 4 – Gestaltung des Panels:

Die optische Gestaltung eines Kundenpanels sollte für die Kunden einen eindeutigen Wiedererkennungswert haben. Da es Ihre Kunden sind, sollten diese sich auf der Panelseite auch gleich wieder mit Ihrem Unternehmen identifizieren können. Eine komplett andere Gestaltung der Seite führt zur Verwirrung und lässt die Seriosität sowie Qualität des Panels anzweifeln. Eine gut strukturierte, klare und verständliche Aufmachung der Homepage ist ein eindeutiger Türöffner für die erfolgreiche Rekrutierung der Panelisten bzw. Kunden.

Schritt 5 – Inhalte und Panelbedingungen/ Regeln:

Ein Unternehmen muss klare Bedingungen und Regeln für das Kundenpanel vorgeben. Nur so kann es bei Problemen oder Anfragen eine eindeutige Klärung geben. Beispielsweise muss definiert sein, warum die Daten erhoben und wozu diese verwendet werden. Auch wer diese Daten zur Analyse und Auswertung erhält und in welcher Form muss dem Panelisten in den Panelbedingungen auserlegt werden. Das Thema Jugendschutz und Mindestalter bei Panels spielt dabei ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Hierfür werden die Panels regelmäßigen Qualitätskontrollen unterzogen, um Personen, die sich unrechtmäßig in einem Panel registriert haben wieder zu entfernen. Die Panelverwaltung und –pflege sind bei der Bereuung eins Panels da A und O. Um ein stets aktuelles und qualitativ hochwertiges Online-Panel zu nutzen.

Schritt 6 – Punktesystem:

Für das Punktesystem gibt es auch unterschiedliche Herangehensweisen. Viele Panelanbieter geben dabei ihren Panelisten ein bis zwei Optionen zur Auswahl. Die üblichen Prämienmodelle sind hierbei Gutscheine, Spenden an caritative Einrichtungen, direkt Überweisungen oder Verlosungen. Die Verwaltung und Organisation des Punktesystems muss im Vorfeld gut überlegt sein, da hier viele rechtliche und formale Faktoren beachtet werden müssen.

Damit Sie bei der Einrichtung eines firmeneigenen Kundenpanels auch keinen wichtigen Schritt vergessen, können Sie sich jetzt kostenlos eine Checkliste herunterladen:

Wie hoch ist der Zeitaufwand, um ein eigenes Kundenpanel aufzusetzen?

Für das Aufsetzen eines Panels gibt es keinen maßgeschneiderten Zeitplan, welcher sich auf andere Kundenpanels übertragen lässt. Sicher gibt es einige Überschneidungen, aber die meisten Schritte werden individuell für jedes Unternehmen umgesetzt. Daher richtet sich das Timing für die Entstehung eines Panels voll und ganz nach den Umsetzungswünschen des jeweiligen Kunden.

Fazit:

Der Erfolg eines eigenen Panels ist von jedem dieser Schritte abhängig. Werden diese nur halbherzig ausgeführt, sind die Erfolgschancen des firmeneigenen Kundenpanels nur sehr gering. Der Kunde erfährt durch die exklusive Rekrutierung für dieses Panel unteranderem ein besonders wertschätzendes Gefühl, da seine persönliche Meinung für das Unternehmen von Bedeutung ist. Diese Wertigkeit soll bestehen bleiben, daher sind die Aufgaben eines jeden Betreuers des Panels von größter Bedeutung und dürfen nicht vernachlässigt werden.

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