Grundlagen für erfolgreiche Panelbefragungen schaffen

Grundlagen fuer erfolgreiche Panelbefragungen

Die grundlegende Strategie – welche Merkmale wollen Sie erfassen?

Die Ziele, die Sie mit der Erstellung Ihres Panels erreichen wollen, müssen im Vorfeld klar definiert werden, denn sie entscheiden maßgeblich über die Art und Größe Ihres Panels. Handelt es sich hauptsächlich um Fachleute, also Mitarbeiter, Zulieferer oder andere brancheninterne Personen? Oder planen Sie eine klassische Kundenbefragung mit einem eigenen Kundenpanel? Welche Daten sind für Ihre Zwecke relevant? Beim Erstellen des Fragenkatalogs für die Basisbefragung ist weniger oft mehr. Unverzichtbar sind die Stammdaten, sprich:

  • E-Mail-Adresse
  • Postalische Adresse
  • Kundennummer
  • Einteilung in Kunde, Mitarbeiter, Zulieferer usw.

Weitere relevante Merkmale, die oft die größten Stellschrauben darstellen, können aber auch

  • Hobbys
  • Vorlieben für bestimmte Produkte
  • Mediennutzung
  • Zufriedenheit
  • Wünsche und Anregungen

sein.

Aber auch rein demografische Angaben wie Alter, Geschlecht, Wohnort und dergleichen gehören zu den Merkmalen und liefern oft bereits wichtige Erkenntnisse. All diese Merkmale werden im Rahmen der Basisbefragung abgefragt. Diese stellt das Grundgerüst für alle weiteren Befragungen. Für die nachfolgenden Panelbefragungen, können dann relevante Stichproben für das jeweilige Thema gezogen werden. Nicht immer sind alle Panelmitglieder für jede Umfrage geeignet.

Achtung: Dass die Merkmale einmal zu Beginn abgefragt wurden, bedeutet nicht, dass diese nicht in regelmäßigen Abständen geprüft werden müssen. Lebensumstände ändern sich quasi ständig, weswegen es wichtig ist, das Panel aktuell zu halten, um die Validität der Befragungsergebnisse zu garantieren.

Ein wenig Statistik – welche Größe ist sinnvoll für Ihr Panel?

In der Praxis hat sich die folgende Formel zum Errechnen der optimalen Panelgröße bewährt:

Ermitteln Sie zunächst die Anzahl der geplanten Befragungen pro Jahr und multiplizieren Sie diese mit der durchschnittlichen Größe der Nettostichprobe. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100 und Sie erhalten Wert A.

Multiplizieren Sie die Teilnahmefrequenz pro Person und Jahr mit der geschätzten Ausschöpfung der Bruttostichprobe in Prozent. Das Ergebnis ist Wert B.

Wert A dividiert durch Wert B ergibt die Idealgröße Ihres Panels.

Ein Anreiz für Ihre Teilnehmer – Incentivierung

Panelbefragungen erfolgen normalerweise regelmäßig und die Teilnehmer müssen durch die Befragung natürlich auch einen Mehrwert erfahren. Das Incentive ist eine Art Belohnung, mit der Sie Ihr Panel zur Teilnahme motivieren. Es sollte allerdings nie die Dimensionen einer Aufwandsentschädigung übersteigen, da Sie sonst vor allem Prämienjäger oder Profitester anlocken. Zu den üblichen Anreizen zählen:

  • Sachprämien
  • Rabatte
  • Sonderkonditionen
  • Treuepunkte

Die Art der Incentives kann erheblichen Einfluss auf die Zusammensetzung Ihres Panels haben und damit die Stichprobe stark beeinflussen. Bedenken Sie dies, wenn Sie eine Prämie ausloben. Das gilt vor allem auch bei ungewöhnlichen Incentives, da diese meist nur auf einen bestimmten Teil des Panels zielen und andere außer Acht lassen.

Fazit: Gut geplant ist halb gewonnen

Stellen Sie fest, wen Sie eigentlich befragen wollen, und stecken Sie die Ziele Ihrer Befragung im Vorfeld klar ab. Bestimmen Sie die Größe Ihres Online-Panels, im Zweifelsfall mithilfe der genannten Formel und achten Sie darauf, welche Merkmale für Ihre Befragung wirklich von Relevanz sind. Bedenken Sie auch stets, dass ein Panel davon lebt, regelmäßig gepflegt und aktualisiert zu werden. Wenn durch Festlegen sinnvoller Ziele und tragender Merkmale eine Basis für Ihre Panelbefragungen geschaffen wurde, steht dem Befragungserfolg nichts mehr im Wege

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